Medaillen Regen bei den OTW (On The Web) Worldchampionships für Martina Galehr und Timo Palombo in den Karate Para Bewerben
Die beiden jungen Sportler mit Down-Syndrom gewannen letztes Wochenende bei der von der „Mediterranean Karate Alliance“ erstmals online durchgeführten Weltmeisterschaft für Kampfsportarten insgesamt 1x Gold, 3x Silber und 1x Bronze in den inklusiven Karate Kata Bewerben.
Es war zudem der erste Wettbewerb für die zwei Nachwuchsathleten, die bei diesem mit 800 Teilnehmern aus aller Welt stark besetzten Wettkampf eine absolut beeindruckende erste Formprobe abgaben.
Der 17 jährige Timo aus Göfis musste sich sowohl in der allgemeinen inklusiven OPEN Klasse für alle Menschen mit Beeinträchtigung als auch in der Kategorie „Mild to Medium Learning Disability“ lediglich der Kanadischen Weltmeisterin der Karate WM in Linz 2016, Patricia Wright, geschlagen geben und holte somit gleich zweimal sensationell Silber. In der Klasse „Severe Learning Disability“ gewann der junge Karate Sportler souverän die Goldmedaille vor Martina Galehr, die sich über Silber freuen durfte.
Die 20 jährige Martina Galehr aus Schruns gewann in der Klasse „Mild to Medium Learning Disability“weiters die Bronze Medaille. In der Open Klasse sicherte sie sich den hervorragenden 5 Platz.
Die beiden Athleten mit Down-Syndrom begannen vor einem Jahr mit dem Training bei Karate Bregenz. Der Verein ist Partner beim EU Erasmus+ Projekt IKONS – Karate für Menschen mit Down-Syndrom und betreut 15 Menschen mit kognitiven Besonderheiten. In einer europaweiten Studie werden derzeit die Auswirkungen dieser Kampfsportart auf Menschen mit besonderen Bedürfnissen wissenschaftlich erhoben.
„Wir freuen uns riesig über diese Ergebnisse. Nicht mal Corona konnte uns stoppen – wir trainierten einfach online weiter, das hat sich jetzt ausgezahlt. Diese Erfolge beweisen auch, dass unsere inklusive IKONS Trainingsmethode hervorragend funktioniert,“ so Trainerin Eva Kathrein.
Auch Stefan Mayr, Präsident des Vorarlberger Kampfsport Fachverbandes Budo Vorarlberg, ist stolz auf die Arbeit seines Vereines: „Dieses Ergebnis bestärkt uns und beweist, was es für eine Bereicherung ist, auch mit Menschen mit Beeinträchtigung zu trainieren. Sport und natürlich solche Erfolge stärken nicht nur die Menschen selbst sondern zeigen, was sie leisten können. Gerade im Para Sport werden leider viele wertvolle Medaillen Chancen ungenützt liegen gelassen. Das ist schade, das werden wir im Kampfsport ändern. Unsere Sektion „Ohne Handicap“ wird dabei vom Vorarlberger Behindertensportverband, unter der Schirmherrschaft von Edgar Mayer, großartig unterstützt.“